Im Jahr 2025 standen Meldungen über kinderpornografisches Material (CSAM) erneut an der Spitze der illegalen Inhaltsmeldungen, die bei SafeLine, dem vom griechischen Safer Internet Centre der Stiftung für Forschung und Technologie Hellas (FORTH) betriebenen Informationsdienst, eingegangen waren.
Besonders alarmierend ist der Anstieg der CSAM-Meldungen um 40 % im Vergleich zu 2024, was auf ein wachsendes und sich verschärfendes Phänomen hindeutet. Dieser Anstieg hängt maßgeblich mit der Art der Online-Umgebungen zusammen, in denen solches Material entdeckt wird, vor allem Foren und offene Online-Communities, in denen täglich große Mengen an Inhalten geteilt werden. Ein Großteil dieses Materials stammt aus Videos oder Screenshots von Interaktionen Minderjähriger in virtuellen Chaträumen – Bereiche, die oft durch mangelnde Moderation und ein erhöhtes Risiko gekennzeichnet sind.
Parallel dazu verzeichnete das Jahr 2025 einen Anstieg der an Online-Plattformen weitergeleiteten Meldungen um 180 %. Diese bedeutende Entwicklung folgt auf die offizielle Anerkennung von SafeLine als vertrauenswürdige Meldestelle gemäß dem Digital Services Act, wodurch die Rolle von SafeLine bei der Identifizierung illegaler Inhalte gestärkt und die Zusammenarbeit mit großen Plattformen beschleunigt wird.
Die Analysten von SafeLine bearbeiteten die Fälle über ein mehrstufiges Kooperationssystem: 47,4 % wurden an die griechische Polizei weitergeleitet, 43,8 % beinhalteten maßgeschneiderte Unterstützung für Reporter und 17,3 % wurden direkt an die Plattformen zur Entfernung eskaliert.
Diese Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit anhaltender Wachsamkeit und Zusammenarbeit. Der Beitrag von INHOPE und seinem ICCAM-System ist dabei von entscheidender Bedeutung. Als globales Netzwerk von 59 Hotlines in 52 Ländern gewährleistet INHOPE schnelles und koordiniertes Handeln, um Kinderpornografie und -missbrauch weltweit aufzudecken, zu melden und zu bekämpfen und so zu einem sichereren Internet, insbesondere für Kinder, beizutragen.